Köln.Das Eingehen auf Zielgruppen wie Senioren und Frauen wird nach Ansicht des Ford Deutschland-Chefs Bernhard Mattes bei der Entwicklung von Fahrzeugen immer wichtiger. "Es gibt schon ganz eindeutig Trends in unserem Geschäft, die wir für die Zukunft zu berücksichtigen haben", sagte er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Köln. So nehme der Anteil von Frauen zu, die Neuwagen kaufen. "Das heißt jetzt nicht, dass es darum geht, ein Frauenauto zu bauen. Aber es bedeutet, in den Entwicklungsprozess und die Marktforschung mehr Frauen einzubinden", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH in Köln.
Ein klassisches Beispiel sei der Einbau eines Schminkspiegels auf der Fahrerseite: "Wie häufig sind in der Vergangenheit Fahrzeuge entwickelt worden, und der Schminkspiegel war in der Sonnenblende auf der Beifahrerseite." Dies sei aus Sicht vieler Autofahrerinnen schlicht unpraktisch. Auf solche "Nützlichkeiten" machte bei Ford ein Arbeitskreis von Frauen aufmerksam. Dieser habe auch Handtaschenhalterungen angeregt, "damit das gute Stück nicht durchs Auto fliegt, wenn man mal bremsen muss".
Auch die Berücksichtigung der demografischen Entwicklung werde für den Autohersteller zunehmend wichtiger. "Die Autofahrer werden älter und fahren demnach auch länger", sagte Mattes. "Da schätzen sie es natürlich, wenn die Fahrzeuge entsprechend den eingeschränkten Möglichkeiten, die mit dem Alter kommen, konzipiert sind - etwa was Bewegungsfreiheit angeht." Viele Senioren legten Wert auf eine erhöhte Sitzposition und eine gute Rundumsicht.