Marktbeobachter werten diese Anhebung als Zeichen, dass die weltweite Nachfrage nach Chips höher bleibt als angesichts der Lieferkettenprobleme und Sorgen über einen wirtschaftlichen Abschwung befürchtet. Samsung, der Weltmarktführer bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern, hatte bereits vergangene Woche mit guten Zahlen für positive Stimmung in der Halbleiterbranche gesorgt.
Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, einer stark steigenden Inflation in wichtigen Weltregionen sowie der Lockdown-Beschränkungen in China hatten zuletzt Befürchtungen zugenommen, dass die Nachfrage nach Technikgeräten sinken könnte.
Im zweiten Quartal erzielte TSMC bei den Erlösen im Jahresvergleich einen Zuwachs von 43,5 Prozent auf 534 Milliarden taiwanesische Dollar (rund 17,9 Mrd US-Dollar). Die Bruttomarge lag bei 59,1 Prozent und damit nach Bloomberg-Daten auf dem höchsten Niveau seit 26 Jahren. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 237 Milliarden taiwanesischen Dollar, eine Steigerung um über drei Viertel. Bei Marge und Gewinn übertraf TSMC die Schätzungen der Analysten.