Detroit. Die Tarifverhandlungen zwischen General Motors (GM) und der US-Automobilarbeitergewerkschaft UAW (United Auto Workers) über einen neuen Tarifvertrag könnten sich noch einige Tage hinziehen. Die Gespräche sollten am Dienstagmorgen nach einer Unterbrechung in der Nacht wieder aufgenommen werden. Dies hat das "Wall Street Journal" am Dienstag in seiner Onlineausgabe berichtet. Die Tarifpartner machten keine näheren Angaben zu den Verhandlungen. Die rund 73.000 GM-Arbeiter hatten am Montag voll gearbeitet, obwohl die Gewerkschaft nach Auslaufen des alten Abkommens am vergangenen Freitag jederzeit einen Streik ausrufen kann.
Die GM-Aktien hatten am Montag weiter um fast drei Prozent auf 35,23 Dollar zugelegt. Sie haben damit seit Mitte vergangener Woche mehr als 16 Prozent an Wert gewonnen. Die Wall Street gab sich optimistisch, dass der weltgrößte Autokonzern beim entscheidenden Punkt eine Einigung mit der Gewerkschaft erreichen kann. Es geht vor allem um eine Verlagerung der mehr als 50 Milliarden Dollar betragenden Krankenversicherungsverpflichtungen für die GM- Betriebsrentner auf einen von der Gewerkschaft zu verwaltenden und von GM teilzufinanzierenden Sonderfonds (VEBA). Daneben stehen Lohn- und andere Tariffragen zur Diskussion.