London. General-Motors-Chef Rick Wagoner sieht seinen Konzern trotz zahlreicher Probleme auf einem gutem Weg. Der Autobauer sei aus dem Gröbsten heraus, sagte Wagoner der "Financial Times" (Dienstagausgabe). "Ich würde sagen, was die Fertigung betrifft, sind (die Schmerzen) größtenteils vorüber."
Der Automarkt in Nordamerika ist von Überkapazitäten und massiven Preisabschlägen geprägt. Jüngst haben die abflauende Konjunktur, die Kreditkrise und hohe Spritpreise die US-Autokäufer noch mehr verschreckt. GM setzte lange wie die heimische Konkurrenz Ford und Chrysler auf spritfressende Geländewagen und Pick-ups. Da viele US-Bürger inzwischen auf kleinere, im Verbrauch sparsamere Modelle umsteigen, verlieren diese Anbieter Marktanteile.
Wegen der steilen Talfahrt auf dem US-Automarkt fuhr GM in den vergangenen drei Jahren bereits ein Minus von mehr als 50 Milliarden Dollar ein, im laufenden Jahr summiert sich der Verlust bisher auf mehr als 18 Milliarden Dollar Verlust. Wagoner baute seit seinem Amtsantritt im Jahr 2000 zehntausende Stellen ab, senkte die Kosten drastisch und setzte auf Wachstum außerhalb des Heimatmarktes. So investiert der Konzern massiv in Europa, wo GM mit der Hauptmarke Opel derzeit schwarze Zahlen schreibt. (dpa/afx/feb)