Hamburg. "Der Einstieg bei VW war meine Idee (...). Durch die geordnete Zusammenarbeit mit VW schaffen wir einen Systemsprung. (...) Das Land Niedersachsen und wir werden eine gemeinsame Linie finden. Beide sind an einer Lösung interessiert." (Porsche-Chef Wendelin Wiedeking im Dezember 2005 in der "Süddeutschen Zeitung".)
"Ich glaube, dass Herr Wiedeking keine Angst um sein Investment haben muss. So wie wir die Krise angehen. Der Einstieg von Porsche bei VW war für alle Beteiligten das Beste, was passieren konnte." (VW-Chef Marin Winterkorn am 2. März 2009 im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".)
"Letztlich bedeutet der Einstieg, dass wir mit einem großen befreundeten Aktionär über strategische Ziele reden können gegenüber anonymen ausländischen Finanzinvestoren, deren Absicht wir nicht kennen." (Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa am 26. September 2005)
"Porsche mit seinem Wolfsburger Tochterbetrieb, der noch nicht ganz konsolidiert ist." (Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) am 28. März 2007 in Sindelfingen auf dem VDA-Kongress.)
"Nur gemeinsam, in einer fairen und gleichberechtigten Partnerschaft mit Volkswagen, werden wir ein neues Kapitel Industriegeschichte schreiben können." (Wiedeking am 28. November 2007 zum Streit um die Mitbestimmung und die Besetzung von Aufsichtsratsmandaten.)
"Christian Wulff hat legitime Interessen, die Wolfsburg und VW betreffen. Und ich habe eben Interessen, die Porsche und die Entwicklung hier betreffen." (Oettinger am 18. September 2008 im Gespräch mit der dpa)
"Wir werden alles dafür tun, eine Verlagerung des Konzernsitzes Wolfsburg, eine Zerschlagung oder eine vollständige Eingliederung des Konzerns in eine Porsche-Holding zu verhindern. Der VW-Konzern muss selbstständig bleiben." (Wulff am 17. April 2008 im Gespräch mit der dpa.)
"Wulff will Porsche kaputtmachen, um uns danach billig einzukaufen". (Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück, am 15. Juli 2009)
"Uwe Hück fürchtet offenbar um Privilegien. Anders lassen sich seine Polemik und seine unwahren Behauptungen kaum erklären." (Ein Sprecher der Staatskanzlei in Hannover in einer umgehenden Reaktion.)
"Wer mir vorwirft, ich sei ein Weichei, der sollte mal mit mir in den Ring steigen." (Hück, Ex-Europameister im Thai-Boxen, am 2. August 2008 im "Spiegel".)
"Schlechter kann man eine Übernahme nicht gestalten." (VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh am 24. April 2008.)
"Momentan führen sich hier einige auf, als wären wir beim Denver-Clan." (Osterloh am 24. Oktober 2008 zum Stil des Machtkampfes.)
"Ich weiß, wir waren nicht nur in der Diplomaten-Sprache unterwegs." (Wiedeking am 30. Januar 2009 in Stuttgart auf der Porsche-Hauptversammlung über den Ton im Streit mit VW.)
"Zur Zeit noch. Streichen Sie das "noch"!" (VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch am 12. Mai 2009 auf die Frage, ob Wiedeking sein Vertrauen genießt.)
"Ich werde meinen Vertrag erfüllen. Bis 2012 bleibe ich der Firma erhalten. Da machen sie sich mal keine Sorgen." (Wiedeking am 5. Oktober 2008 in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".)
"Das ist falsch und das ist Mobbing. Wiedeking ist im Amt und bleibt im Amt. Er ist nicht zurückgetreten und er wird auch nicht zurücktreten (...). Hier wird ein Medienkrieg geführt." (Ein Porsche-Sprecher am 15. Juli 2009 zu Berichten über ein Aus von Wiedeking.)
"Jeder ist gut beraten, auf Männer wie Wiedeking und Winterkorn nicht zu verzichten. Aus den beiden könnte das Team entstehen, das Toyota schlägt." (Oettinger am 5. Mai 2009 in Stuttgart.) (dpa/gem)