Köln. Ford hat im Juni in Europa mehr Autos verkauft als im Vorjahresmonat. Es sei das erste Mal in diesem Jahr, dass die Absatzzahlen eines Monats die des Vergleichsmonats 2008 übertrafen, teilte Ford am Montag in Köln mit. Insgesamt verkaufte der Autobauer im Juni in seinen 19 europäischen Hauptmärkten 142.700 Fahrzeuge, (plus 1,6 Prozent). Die Verkaufszahl für das erste Halbjahr 2009 liegt mit 733.000 Autos allerdings um 11 Prozent unter Vorjahresniveau.
"Auch wenn der Juni ein positiver Monat für uns war, sind wir noch immer weit entfernt von einem stabilen und gesunden Markt", sagte der stellvertretende Verkaufschef von Ford of Europe, Ingvar Sviggum. Der Automarkt in Europa sei insgesamt noch schwach, "und ohne verschiedene staatliche Unterstützungsprogramme wäre er in einem noch viel schlechteren Zustand". Deshalb müssten die Programme verlängert und sogar ausgeweitet werden, bis eine nachhaltige Erholung des Marktes spürbar sei, forderte Sviggum.
Auch in Deutschland hat die Abwrackprämie der Bundesregierung den Verkauf von Ford-Kleinwagen in die Höhe getrieben. Mit knapp 154.600 Auto-Zulassungen in den ersten sechs Monaten lag der Zuwachs bei 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das war nach Angaben eines Sprechers das beste Ergebnis seit 1999. (dpa/gem)