Köln. Trotz Absatzrückgängen bei privat genutzen Fahrzeugen ist der US-Autobauer Ford mit seinem Deutschland-Geschäft in diesem Jahr bislang zufrieden. "Im Privatkundengeschäft haben wir durch den Wegfall der Umweltprämie einen Rückgang in der Höhe, wie wir ihn erwartet haben", sagte der für Marketing und Verkauf zuständige Geschäftsführer der Ford-Werke GmbH in Köln, Wolfgang Booms, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. "Aber im gewerblichen Bereich geht es aufwärts. Vor allem Betriebe, die im Export tätig sind, bestellen wieder mehr Fahrzeuge - sowohl Nutzfahrzeuge als auch Pkw."
Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nahm der Absatz von Ford-Nutzfahrzeugen von Januar bis September 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf rund 14.500 Stück zu. Die Zahl der verkauften Pkw ging dagegen um 34,7 Prozent auf rund 148 000 zurück. Im vergangenen Jahr hatte Ford vor allem mit dem in Köln gebauten Kleinwagen Fiesta von der Abwrackprämie der Bundesregierung profitiert. Bezogen auf den gesamten Automarkt lag das Minus bei den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland laut KBA in den ersten neun Monaten bei 27,5 Prozent.