Frankfurt. Der europäische Automarkt ist im ersten Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahr leicht geschrumpft. Der Absatz habe mit 4,2 Millionen Fahrzeugen um 2 Prozent unter dem Vorjahresnieveau gelegen, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag in Frankfurt mit. Während die Verkäufe in Westeuropa in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 3 Prozent nachgegeben hätten, habe sich der Pkw-Absatz in den neuen EU-Ländern mit einem Zuwachs von 15 Prozent dagegen in weiterhin starker Verfassung gezeigt. Um die fehlenden Arbeitstage bereinigt hätten die Zulassungen jedoch in etwa das Niveau des Vorjahres erreicht. Die deutschen Hersteller weiteten laut der Mitteilung zu Jahresbeginn ihren Marktanteil in Westeuropa um knapp 1 Prozentpunkt auf über 45 Prozent aus. In den Neuen EU-Ländern habe ihr Anteil mit gut 43 Prozent weiterhin auf hohem Niveau gelegen.
Im März wurden in Europa mit 1,7 Millionen Autos 10 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahresmonat. Ausschlaggebend für diesen starken Rückgang sei die geringere Anzahl an Arbeitstagen, da das diesjährige Osterfest in den März fiel. Während der Absatz in Westeuropa um 10 Prozent rückläufig war, lagen die Neuzulassungen in den neuen EU-Ländern 4 Prozent über dem Vorjahresniveau.
In Großbritannien wurden im März 1 Prozent mehr Pkw abgesetzt. Der Pkw-Markt in Frankreich hingegen war um 1 Prozent rückläufig. In Italien verfehlte der Pkw-Absatz im März das Vorjahresergebnis um 19 Prozent. Der starke Rückgang sei in erster Linie auf den nachlassenden Effekt der staatlichen Verschrottungsprämie sowie auf die stagnierende Wirtschaftsentwicklung zurückzuführen. In Spanien lagen die Pkw-Neuzulassungen im März 28 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, hier hätten die geänderte Zulassungssteuer und die Ende 2007 ausgelaufene Verschrottungsprämie für Altautos auf die Verkäufe gedrückt. (dpa-AFX/gem)