Bukarest. Die Europäische Kommission hat Bukarest aufgefordert, binnen 30 Tagen genaue Angaben über die Staatshilfen zu machen, die dem US-Konzern Ford für die Übernahme eines Automobilwerks im südrumänischen Craiova gewährt worden sind. Bis dahin sei die Transaktion gemäß europäischer Normen gestoppt, berichtete die Nachrichtenagentur Mediafax am Donnerstag. Die rumänische Regierung hat bereits ein Sondergesetz zurückgezogen, das Ford ermöglichte, für 57 Millionen Euro 72,4 Prozent des ehemaligen Daewoo-Werkes zu übernehmen.
Die Europäische Kommission äußerte "ernste Bedenken", ob diese Privatisierung ohne Staatshilfen erfolgt sei und ob diese Staatshilfen vereinbar mit den Normen des gemeinschaftlichen Marktes seien, hieß es in einer Mitteilung aus Brüssel. Zudem seien die Staatshilfen der Kommission "nicht gemeldet worden und daher illegal". Rumänien habe trotz wiederholter Warnungen der Kommission den Vertrag mit Ford unterzeichnet.