Brüssel. Autobesitzer der Marken Toyota, DaimlerChrysler, General Motors und Fiat können auf günstigere Rechnungen bei Reparaturen hoffen. Die EU-Kommission beschloss am Freitag in Brüssel, die vier Autohersteller zu verpflichten, vollständige technische Informationen ihrer Modelle an freie Werkstätten zu geben. Damit können unabhängige mit vertraglich gebundenen Betrieben beim Service gleichziehen. Zu General Motors gehört auch die deutsche Tochter Opel. Nach Auffassung der Kommission hatten die vier Unternehmen die Herausgabe der Daten am restriktivsten gehandhabt. Die EU erwarte nun, dass andere Hersteller den Vorgaben folgten, sagte ein Sprecher.
Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte, die Entscheidung komme zum richtigen Zeitpunkt. "Der Wettbewerb zwischen den Reparaturbetrieben wird zu geringeren Arbeitskosten und günstigeren Ersatzteilpreisen führen, was letztlich dem Verbraucher zugute kommt."
Ein Sprecher von Europas größtem Autobauer Volkswagen sagte, das Unternehmen gebe bereits seit längerem die technischen Daten seiner Modelle in dem von der EU geforderten Umfang auch an freie Werkstätten. Mitbewerber Ford stellt die technischen Informationen zu seinen Fahrzeugen freien Werkstätten gegen eine Benutzungsgebühr im Internet zur Verfügung, sagte ein Sprecher in Köln.