Brüssel. Aus Ärger über die Umweltbelastung durch deutsche Luxuslimousinen will EU-Umweltkommissar Stavros Dimas auf einen Dienstwagen japanischer Herstellung umsteigen. Noch lässt sich Dimas, der für niedrige Abgas-Normen in der EU kämpft, in einem Mercedes chauffieren. Bei der anstehenden Erneuerung des Wagenparks werde der Grieche aus Gründen des Klimaschutzes auf "ein kleineres und umweltfreundlicheres Auto" wechseln, erfuhr dpa am Mittwoch in Brüssel aus der engsten Umgebung des Umweltkommissars.
Dimas will demnach künftig im umweltfreundlichsten Auto der entsprechenden Fahrzeugklasse fahren. Zur Auswahl stünden ein Toyota Prius oder ein Lexus mit Hybridantrieb aus dem gleichen japanischen Konzern. Wahrscheinlich fällt die Wahl auf den Lexus: Der Hersteller gibt für den Wagen mit 340 PS einen Kohlendioxid-Ausstoß von 186 Gramm pro Kilometer an. Eine ähnlich stark motorisierte Mercedes S-Klasse von stößt rund 270 Gramm des Treibhausgases pro Kilometer aus.