Brüssel/ Frankfurt. Zum ersten Mal seit September 2011 wurden im April am europäischen Neuwagenmarkt wiede rmehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahresmonat. Die Neuzulassungen seien im April um 1,7 Prozent auf knapp 1,04 Millionen Autos gestiegen, teilte der europäische Branchenverband ACEA am Freitag mit. Das Plus dürfte den zwei zusätzlichen Arbeitstagen im April 2013 zu verdanken sein. In den vergangenen Monaten waren die Neulassungen meist prozentual zweistellig nach unten gerauscht.
Doch nicht überall in Europa konnten sich die Automärkte erholen. Während Deutschland (+3,8 Prozent), Spanien (+10,8%) und Großbritannien (+14,8%) Zuwächse verzeichneten, mussten Frankreich (-5,8%) und Italien (-10,8%) deutliche Rückgänge hinnehmen. Zweistellige Zuwächse gab es andererseits auf den kleineren Pkw-Märkten Belgien (+10 Prozent) und Griechenland (+21 Prozent). Sehr positiv entwickelten sich die Neuzulassungen in Skandinavien: Der Absatz lag in Norwegen (+29 Prozent), Dänemark (+31 Prozent) und Finnland (+143 Prozent) deutlich über dem Vorjahresmonat. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres gingen die Pkw-Neuzulassungen in Westeuropa mit gut 3,9 Millionen Neufahrzeugen um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück.Unter den großen deutschen Herstellern verdarb lediglich BMW die Erfolgsbilanz: Die Neuzulassungen der Münchener gingen um 3,7 Prozent zurück. Daimler konnte hingegen seine Verkäufe um deutliche 10,7 Prozent steigern, wobei die Marke Mercedes (+12,7%) noch etwas besser abschnitt als Smart. Volkswagen steigerte die Neuzulassungen um 9,9 Prozent. Besonders Fahrzeuge der Marke Seat verkauften sich sehr gut (+37,5%). Die GM-Tochter Opel/Vauxhall setzte 1,9 Prozent mehr Fahrzeuge ab, während der Mutterkonzern sich wegen eines kräftigen Einbruchs bei Chevrolet (-28,8%) mit einem Minus von 4,5 Prozent anfreunden musste.Außerhalb der EU legten die Neuzulassungen dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge überwiegend zu. In den USA kletterte der Absatz um 8,4 Prozent nach oben. China verzeichnete sogar ein Plus von 18,8 Prozent, während es in Japan nur zu einem mageren Aufschlag von 0,7 Prozent reichte. In Brasilien legten die Neuzulassungen mit einem Plus von 29,6 Prozent besonders kräftig zu. In den Hoffnungsmärkten Russland (-8,0%) und Indien (-8,2%) gingen die Verkäufe hingegen deutlich zurück. (Mit Material von dpa-AFX)EU-Autoabsatz legt erstmals seit September 2011 zu
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.