Stuttgart.Im Prozess gegen den einstigen Porsche-ChefWendelin Wiedekingspielt dessen angespanntes Verhältnis zum früheren VW-Patriarchen Ferdinand Piëch für die Anklage eine eher untergeordnete Rolle. Dies sagte Staatsanwalt Aniello Ambrosio am Donnerstag, dem zweiten Prozesstag, vor dem Landgericht Stuttgart.
Als erster Zeuge in dem Verfahren wegen Marktmanipulation wurde der damalige Chefermittler des baden-württembergischen Landeskriminalamts (LKA) aus. Er berichtete, dass der einstige VW-Aufsichtsratschef Piëch in dem Ermittlungsverfahren nicht als Zeuge gehört worden sei. Auch die anderen Mitglieder des Porsche-Vorstands seien nicht vernommen worden.
Kritische Nachfragen zu dem Einstieg von Porsche bei Volkswagen habe es am Anfang im Aufsichtsrat nur von der Arbeitnehmerseite gegeben, sagte der LKA-Mann mit Verweis auf entsprechende Protokolle weiter. Fragen habe Betriebsratschef Uwe Hück gestellt. Ihm sei es darum gegangen, die Eigenständigkeit des Autobauers zu erhalten. Auch im Vorstand von Porsche sei die schrittweise Erhöhung der Beteiligung einstimmig erfolgt. Ihm sei nicht aufgefallen, dass es entsprechende Nachfragen zu dem Tagesordnungspunkt gegeben habe, sagte der Zeuge.