New York/Tokio. Nächster Toyota-Chef soll laut einem Zeitungsbericht ein Enkel des Firmengründers werden. Die Spitze des Aufsichtsrates habe sich für den 52-jährigen Akio Toyoda als Nachfolger des langjährigen Präsidenten Katsuaki Watanabe entschieden, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf informierte Personen. Er solle den Job an der Spitze des weltgrößten Autobauers voraussichtlich im Juni nach der Hauptversammlung übernehmen, hieß es. Der Wechsel hänge vor allem damit zusammen, dass sich der Gesundheitszustand des derzeitigen Aufsichtsratschefs Fujio Cho (71) verschlechtere; Watanabe solle zumindest einen Teil seiner Aufgaben übernehmen.
Der Gründer-Enkel würde das Steuer bei Toyota in einem kritischen Moment übernehmen - die globale Branchenkrise trifft auch den erfolgsverwöhnten japanischen Vorzeigekonzern. Toyota erwartet im laufenden Geschäftsjahr den ersten operativen Verlust seit den 30er Jahren. Den Informationen der Zeitung zufolge könnte der neue Chef schnelle Veränderungen in der Management-Kultur bei dem Autobauer anstreben, die er für zu konservativ und bürokratisch halte.