Frankfurt/Main. Offene Autos liegen im Trend. "Obwohl der Gesamtmarkt im letzten Jahr deutlich zurückgegangen ist, haben Cabrios und Roadster auch 2007 noch einmal leicht zugelegt", sagt Henner Lehne vom Prognosespezialisten CSM in Frankfurt. "Und das Wachstum geht weiter", schätzt der Marktbeobachter. Schließlich stünden wichtige Neuheiten an, die den Marktanteil offener Autos in Deutschland von heute 4,0 bis zum Jahr 2011 auf bis zu 5,2 Prozent steigen lassen dürften.
Für den vermehrten Absatz gibt es nach Ansicht von Norbert Wittemann, Geschäftsführer der Beraterfirma PRTM Management Consultants in Frankfurt, neben dem allgemeinen Trend zu Lifestyle-orientierten Autos handfeste Gründe: "In den letzten Jahren sind wesentliche technologische und konstruktive Fortschritte erzielt worden." Die Geräuschdämmung bei höheren Geschwindigkeiten sei verbessert, zudem seien die Fahrzeuge insgesamt sicherer geworden. Auch demografische Aspekte spielten eine Rolle: "Weniger Kinder bedeuten mehr kinderlose Paare und Singles. Und für deren entsprechend veränderte Mobilitätsbedürfnisse reichen immer öfter zwei Sitze aus", sagt der Marktbeobachter.
Die wichtigsten offenen Neuheiten starten in der Kompaktklasse. Nachdem in den vergangenen Jahren die Cabrio-Coupés mit versenkbarem Hardtop dominierten, kehren jetzt bei Audi und BMW die Stoffdächer zurück: Sowohl der offene A3 als auch das Einser Cabrio tragen Mütze statt Helm, wenn sie in diesem Frühjahr bei Audi zu Preisen ab 27.950 und bei BMW für mindestens 28.559 Euro auf den Markt kommen. "Uns ging es dabei vor allem um die Alltagstauglichkeit", sagt Audi-Projektleiter Marcus Pausch mit Blick auf den Kofferraum des Zweitürers, der mit offenem wie geschlossenem Dach 260 Liter fasst.