München. Europas größter Autobauer VW verliert in den USA an Schwung. Die Wolfsburger stellten im Februar mit abgesetzten 31.456 Autos seiner Kernmarke Volkswagen zwar eine neue Bestmarke auf. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag das Plus aber nur noch bei knapp drei Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Im Gesamtjahr 2012 hatte VW noch um mehr als ein Drittel zugelegt. Schon der Januar war mit plus sieben Prozent nicht mehr so spektakulär verlaufen. Trotzdem verbuchte VW im Februar den 30. Monat in Folge mit steigenden Verkäufen. Leichte Rückgänge verbuchten allerdings Volkswagens Bestseller Jetta und Passat, deren Verkäufe um sieben beziehungsweise acht Prozent nachgaben.
Besser erging es den Premiummarken des Konzerns: Die Sportwagenschmiede Porsche legt beim Wachstum in den USA weiter ein fulminantes Tempo vor. Im Februar setzte das Unternehmen gut 2800 Autos ab und damit fast ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Schon im Januar hatte das Plus bei über 30 Prozent gelegen, im Gesamtjahr 2012 war der Absatz um rund ein Fünftel auf den Rekordwert von gut 35.000 Autos gestiegen. Zugpferd blieb im Februar SUV Cayenne, die ihren Absatz um fast 80 Prozent auf 1173 Autos steigerte.Auch Audi konnte seinen Absatz in den USA erneut kräftig steigern. Mit 10.877 Autos verkaufte der Oberklasse-Hersteller über ein Viertel mehr Autos als im Vorjahr. Der A4 als bestverkauftes Modell legte dabei um 14 Prozent zu, vom Q5 verkauften sich fast 60 Prozent mehr Autos. 2012 hatte Audi mit knapp 140.000 Autos eine neue Jahresbestmarke aufgestellt. Allerdings verkaufen die Ingolstädter in den Vereinigten Staaten trotzdem immer noch deutlich weniger Autos als die Konkurrenz von Daimler und BMW.Deutsche mit gemischtem Erfolg in den USA
Im Februar haben die meisten deutschen Hersteller in den USA erneut gute Geschäfte gemacht. Bei einzelnen fiel das Wachstum jedoch geringer aus als im vergangenen Jahr und einer musste sogar einen gesunkenen Absatz vermelden.
BMW-Absatz geschrumpft
Der Autobauer Daimler macht in den USA zum Jahresstart mächtig Dampf und hat seinen Pkw-Absatz im Februar um mehr als ein Fünftel gesteigert. Der Konzern brachte über 24.000 Fahrzeuge seiner Marken Mercedes-Benz und Smart sowie Sprinter-Transporter auf die Straße, wie er am Freitag mitteilte. Vor allem die C-Klasse sowie die SUVs GL und GLK legten kräftig zu. Im Januar hatte Daimler den Absatz in seinem wichtigsten Einzelmarkt um knapp elf Prozent gesteigert, im Gesamtjahr 2012 hatten die Schwaben um rund 15 Prozent auf 305.000 Autos der Marken Mercedes-Benz, Smart und Sprinter zugelegt.
Abwärts ging es nur bei BMW: Ein Einbruch bei den Verkäufen der Tochter Mini hat den Absatz der Münchner in den USA zum ersten Mal seit August schrumpfen lassen. Konzernweit gingen die Verkäufe im Februar um gut zwei Prozent auf 25.613 Autos zurück. Während die Marke BMW etwa auf dem Vorjahresniveau blieb, sackten die Mini-Verkäufe um fast 14 Prozent ab. Schon im Januar hatten die Münchner nur ein leichtes Plus von zwei Prozent eingefahren, nachdem BMW im Gesamtjahr 2012 noch um knapp 14 Prozent auf den Rekordwert von fast 350.000 Autos seiner beiden Marken zugelegt hatte. (dpa-AFX/swi)