Flensburg. Die deutschen Automobilhersteller haben in den ersten zwei Monaten dieses Jahres auf ihrem Heimatmarkt zweistellig zugelegt. Am stärksten fiel das Absatzplus bei dem relativ kleinen Sportwagenhersteller Porsche mit 58 Prozent aus, geht aus der am Mittwoch in Flensburg veröffentlichten Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor. Aber auch Marktführer VW, der ungefähr 40mal so viele Autos wie Porsche verkauft, konnte um gut 13 Prozent zulegen. Die übrigen deutschen Hersteller lagen dazwischen, meistens bei 15 bis 20 Prozent. Unter den größeren Autofirmen ragte BMW/Mini mit einem Plus von knapp 26 Prozent heraus.
Insgesamt kamen im Januar und Februar 435.500 neue Pkw auf Deutschlands Straßen, das sind knapp 16 Prozent mehr als im Jahr davor. Das Vorjahr war zu Beginn sehr schwach. Noch immer ist der Markt von den Spätfolgen der Abwrackprämie beeinflusst. Das führt dazu, dass kleine Autos nur geringe Zuwachsraten haben, während vor allem die Oberklasse wächst. Dazu trägt auch bei, dass der Automarkt stärker von gewerblicher Nachfrage geprägt wird, also von Firmenwagen. Viele Unternehmen hatten während der Finanzkrise die Anschaffung neuer Firmenwagen hinausgeschoben und holen die Käufe jetzt nach.
Unter den Importmarken behauptete Renault/Dacia mit einem Marktanteil von 5,9 Prozent und einem Zuwachs von 21 Prozent die führende Position. Die beiden anderen französischen Marken Citroen und Peugeot gehörten dagegen zu den wenigen Herstellern mit einem Minus bei den Zulassungen. (dpa/swi)