New York/Gelsenkirchen. Auf die deutschen Autobauer kommen im krisengeschüttelten US-Markt neue Probleme zu. Nach Einschätzung von Experten steigen die Risiken im wichtigen Leasinggeschäft. Die deutschen Hersteller müssten wegen der massiv gesunkenen Gebrauchtwagenpreise allein in diesem Jahr mit weiteren Einbußen beim Wiederverkauf von zusammen mehr als 1,5 Milliarden Dollar (1,0 Mrd Euro) rechnen, warnt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Auch in Deutschland sei der Trend zum Wertverfall gerade bei großen Fahrzeugen schon zu spüren.
In den USA kämen 2008 insgesamt 2,2 Millionen Leasing-Fahrzeuge wegen auslaufender Verträge zurück, heißt es in einer am Wochenende veröffentlichten Studie von Dudenhöffers Institut an der FH Gelsenkirchen. Premium-Anbieter wie überwiegend die deutschen Autobauer verkauften in der Regel rund die Hälfte ihrer Wagen über Leasing. Bei US-Massenherstellern liegt die Quote mit 20 Prozent deutlich tiefer. Die drei großen US-Autobauer General Motors, Ford und Chrysler kündigten wegen hoher Verluste beim eigenen Leasing bereits Einschnitte an oder wollen es ganz einstellen. (dpa/gem)