Düsseldorf. Der US-Autobauer Chrysler will einem Pressebericht zufolge nach der Trennung von Daimler mehrere Modelle auf den Prüfstand stellen. Im Rahmen des derzeit laufenden Umbaus könnten dann in den nächsten Wochen einige Modelle gestrichen werden, schreibt das "Handelsblatt" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Welche Fahrzeuge und Standorte möglicherweise betroffen sind, ist noch unklar. Eine Sprecherin des Unternehmens wollte die Informationen nicht kommentieren.
Auf dem hart umkämpften US-Markt kämpfen derzeit viele Hersteller mit Problemen. Deutschen Herstellern macht vor allem der schwache US-Dollar zu schaffen, während die heimischen Autobauer unter anderem Absatzprobleme wegen des hohen Verbrauchs ihrer Modelle haben.
Volkswagen will seine Fahrzeuge künftig abspecken und aggressiver vermarkten, um dem japanischen Konkurrenten Toyota stärker zu Leibe zu rücken. VW-Chef Martin Winterkorn hatte zuletzt im "Wall Street Journal" angekündigt, VW könne Modelle wie den Passat oder Jetta durch den Verzicht auf einige technische Details um mehrere tausend Dollar billiger anbieten. Dies sei problemlos machbar, da viele Funktionen wie elektrisch einklappbare Außenspiegel in den USA schlicht nicht benötigt würden. VW will den Absatz in den USA bis 2018 auf rund 800.000 Fahrzeuge steigern. In diesem Jahr wird mit etwa 230.000 verkauften Autos gerechnet. (dpa-AFX/gem)