Detroit. Beim US-Autobauer Chrysler sind die Chancen für die Umsetzung des neuen Tarifvertrags gestiegen. Die Arbeiter in mehreren wichtigen Werken in Detroit hätten für den kürzlich ausgehandelten Kompromiss zwischen der Gewerkschaft UAW und der früheren Daimler-Tochter gestimmt, teilten die Arbeitnehmervertreter am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Entschieden ist aber noch nichts. In den kommenden Tagen sind noch Tausende weitere UAW-Mitglieder zur Abstimmung aufgerufen.
Erste Urnengänge waren eher zu Ungunsten Chryslers und der Gewerkschaftsspitze ausgefallen. Das hatte zu Spekulationen geführt, der mühsam ausgehandelte Tarifvertrag müsse noch einmal überarbeitet werden. Nach gut sechs Stunden Streik hatten das Unternehmen und die Arbeitnehmervertreter Anfang Oktober einen Kompromiss gefunden. Der neue Tarifvertrag soll vier Jahre laufen, muss aber noch von den 49.000 Gewerkschaftsmitgliedern in den 24 Werken abgesegnet werden. Nach einem bisherigen Zwischenstand haben die UAW-Gruppen in acht Werken mit 16.000 Mitarbeitern dagegen gestimmt und die Gewerkschaftsgruppen in zehn Fabriken mit 17.700 Mitarbeitern dafür gestimmt.