München. Von Autokrise keine Spur: BMW dürfte auch 2012 in allen wichtigen Bereichen neue Bestmarken aufgestellt haben. Den Rekordabsatz von 1,845 Millionen Fahrzeugen verkündeten die Münchner bereits Anfang Januar und dank des Zuwachses von knapp elf Prozent dürfte auch der Umsatz entsprechend zugelegt haben. Allerdings ist der Ausblick für 2013 nur "vorsichtig optimistisch": In den größten Märkten USA und China dürfte sich das Wachstum verlangsamen. Nächsten Dienstag (19. März) will BMW seine Jahresbilanz bekannt geben. Allerdings veröffentlichte der Konzern zuletzt häufig vorläufige Zahlen wenige Tage vor der eigentlichen Bilanzvorlage.
Beim Umsatz rechnen die von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Mittwoch befragten Analysten im Durchschnitt wie beim Absatz mit einem Plus von elf Prozent auf 76,3 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) dürfte dagegen nur leicht um knapp drei Prozent auf 8,2 Milliarden Euro gestiegen sein.
Damit würde die Umsatzrendite bei gut 10,7 Prozent liegen. Mit dieser Messgröße für die Profitabilität vergleichen sich die drei Oberklassehersteller BMW, Audi und Daimler. Die VW-Tochter kam 2012 auf elf Prozent, die Pkw-Sparte der Stuttgarter schaffte nur 7,1 Prozent. Unter dem Strich rechnen die Analysten bei BMW mit einem Nettogewinn auf dem Vorjahresniveau in Höhe von 4,9 Milliarden Euro. Die Dividende je Stammaktie dürfte von 2,30 Euro auf etwa 2,57 Euro steigen.