Ferdinand Piech - Sein Leben und Wirken
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Ferdinand Piech, der Enkel von Ferry Porsche, arbeitete zunächst im Familienunternehmen. Als Audi-Chef war er später derjenige, der mit Innovationen wie der Alu-Karosserie, dem Allradantrieb und dem TDI-Motor den Aufstieg der Marke zum Rivalen von BMW und Mercedes forcierte. Als er 1993 VW-Chef wurde, steckte das Unternehmen in der Krise. Statt auf Massenentlassungen setze Piech auf Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und schuf mit Personalvorstand Peter Hartz die Viertagewoche. Nachdem er zunächst mit dem GM-Manager Jose Ignacio Lopez ein radikales Sparprogramm initiiert hatte, setzte er später auf Qualität. Sein Anspruch war, dass VW die komplette Bandbreite der Mobilität vom Kleinwagen bis zum Lkw abdecken sollte. In seine Amtszeit fielen technische Meilensteine wie das Einliterauto XL1 und der Bugatti Veyron mit 16-Zylinder-Motor. Modelle wie der Touareg und der Phaeton strahlten auf die günstigeren Fahrzeuge ab. Mit insgesamt höher positionierten Modellen schaffte es VW zurück auf die Erfolgsspur. Piech blieb auch nach seinem Wechsel in den Aufsichtsrat noch jahrelang die dominierende Figur bei VW, unter anderem war er maßgeblich an der Verschmelzung von VW und Porsche beteiligt. Erst Jahre später trennte er sich im Streit von dem Unternehmen und verkaufte seine Anteile an seinen Bruder. Piech starb im August 2019.