Samstag, 28. März 2020, 06.00 Uhr
Die Autobranche im Homeoffice
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Ola Källenius, Daimler: "Wir halten unser Unternehmen am Laufen", berichtet der Daimler-Boss. "Im Vorstand haben wir uns in zwei Teams aufgeteilt, um das Risiko einer Ansteckung zu verringern. Mit den Kolleginnen und Kollegen in aller Welt kommunizieren wir per Videokonferenz und Telefon. Alle müssen jetzt dazu beitragen, Familie, Freunde, Kollegen und auch unser Unternehmen zu schützen."
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Holger Engelmann, Webasto: Das Arbeiten von Zuhause funktioniert bei dem Webasto-Chef und seinen Mitarbeitern nach eigener Aussage sehr gut. "Allerdings merke ich persönlich, dass es etwas anderes ist, wenn man alle Besprechungen nur per Videotelefonie durchführen kann. Man lernt dadurch sehr schnell die Vorteile, aber auch die Grenzen des rein mobilen Arbeitens kennen."
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Bettina Fetzer, Daimler: "Dass wir in diesen Tagen nahezu alle und durchgängig von zu Hause arbeiten, stellt uns vor gänzlich neue Herausforderungen. Telefon- und Videokonferenzen minimieren soziale Interaktionen", berichtet Mercedes-Marketingmanagerin Bettina Fetzer. "Das ist zwar effizienter, auf lange Sicht aber ungesund für unser Arbeitsklima. Ich kommuniziere diese Tage daher sogar mehr mit meinem Team, vermittle Nähe und Zuversicht und fördere gegenseitiges Vertrauen." Die junge Mutter fügt hinzu: "Homeoffice mit Kind bedarf einer besonders guten Organisation und selbst dann, ist es anspruchsvoll, allem gerecht zu werden ...für mich bedeutet das: morgen ist auch noch ein Tag um aufzuräumen!"
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Hui Zhang, Nio: Der Vice President Europe von Nio sitzt mit seinem Team in München – aktuell im Homeoffice. "Zum Glück entspannt sich die Lage in China derzeit wieder, dass gibt uns hier in Europa auch Hoffnung", erzählt Zhang. "Gemeinsam schaffen wir das."
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Anja Hendel, Diconium: Die Geschäftsführerin der Stuttgarter VW-Tochter ist begeistert vom "distance socializing". "Plötzlich ist Stuttgart, Wolfsburg, Berlin, Ingolstadt, Hamburg, Bangalore und Lissabon gleich fern und gleich nah", berichtet Anja Hendel. Und fügt hinzu. "Bleibt gesund!"
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Uwe Hochgeschurtz, Renault Deutschland: "Die bei Renault Deutschland aktuell weitgehend erfolgte vorübergehende Umstellung auf mobile Arbeit läuft technisch und organisatorisch reibungslos, die Systeme funktionieren einwandfrei und wir sind in der Lage, unseren Geschäftsbetrieb vollumfänglich aufrechtzuerhalten", sagt der Renault-Deutschland-Chef. "Das ist für uns alle eine ungewohnte Situation, die sicher keine Dauerlösung ist, denn der persönliche Austausch mit Kollegen und Geschäftspartnern ist und bleibt essenziell wichtig."
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Alain Uyttenhoven, Toyota Deutschland: Der Toyota-Deutschland-Chef ist von seinem Home Office ausim engen Kontakt mit den Händlern und Mitarbeitern."Es ist aber auch eine Zeit der Besinnung mit Familie und Freunden. In diesen bewegten Zeiten empfehle ich das Buch "21 Lektionen für das 21. Jahrhundert" von Yuval Noah Harari. Es hilft manche Dinge in einem anderen Lichte zu betrachten."
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Jens Schulz, Mitsubishi Motors Deutschland: Der Vertriebschef von Mitsubishi Motors Deutschland arbeitet schon seit Wochen von zu Hause – und es funktioniert. "Die Unterstützung für unsere Händler ist und aktuell wichtiger als jer zuvor", sagt Schulz. Er ist sich sicher: "Die Mitsubishi-Familie hält zusammen!" Und dass er auf dem Bildschirm gerade den Automobilwoche-Newsletter liest - vorbildlich!
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Burkhard Weller, Wellergruppe: Der Berliner Autohändler ist mittlerweile im Homeoffice, "wenngleich ich immer vermieden habe, von zu Hause zu arbeiten", wie er berichtet. "Gefühlt arbeite ich deutlich mehr als bisher, wir stehen zwei Mal täglich mit allen unseren Filialleitern in Telefonkonferenzen, ich führe zig einzelne Telefonate mit unseren Fachabteilungen und Geschäftsführern." Dem Homeoffice kann er Gutes abgewinnen: "Ich bin begeistert wie professionell unsere Mannschaft mit dieser Herausforderung umgeht."
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Susanne Hahn, Lab1886: "Für mich ist im Homeoffice zu arbeiten nicht neu und hatte auch schon vorher einen festen Platz in meinem Alltag. Mein Mann ist selbständiger Anwalt und wir haben einen kleinen Sohn. Da ist es aktuell schon mal etwas turbulenter", berichtet Die Lab-Chefin von Daimler. "Organisation ist daher wichtiger als zuvor. Zuverlässigkeit und gegenseitiges Verständnis sind Grundvoraussetzungen, um die aktuellen Aufgaben zu bewältigen. Und hier zeigt sich: Sowohl im Geschäftsleben, als auch im privaten Umfeld kommt es auf das ‚TEAM’ an und da kann ich mich in beiden Welten sehr glücklich schätzen."
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J. Wolfgang Kirchhoff, Kirchhoff Automotive: "Routinebesprechungen und Regeltermine kann man gut über Telcos oder Webkonferenzen durchführen", sagte der Kirchhoff-Chef. Und fügt hinzu: "Natürlich stellt man auch fest, dass man sich auch künftig die ein oder andere Reise wird sparen können, aber trotzdem gibt es noch viele Themen, die das persönliche Gespräch beziehungsweise das Face-to-face-Meeting erfordern."
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Andreas Wolf, Vitesco Technologies: Für den Vitesco-Chef gehört mobiles Arbeiten zum Arbeitsleben – ob von Zuhause oder von unterwegs. "Wir bieten unseren Mitarbeitern weltweit flexibles Arbeiten an und gerade in Zeiten wie diesen merkt man, wie wichtig und wertvoll es ist, diese Form der Zusammenarbeit flächendeckend einsetzen zu können."
Eine Branche im Homeoffice. Die Corona-Krise zwingt die Firmen der Autobranche, von zu Hause zu arbeiten. Eine Umfrage der Automobilwoche zeigt: Viele Manager und Unternehmer sind Home Working ohnehin gewohnt und haben wenig Berührungsängste damit.