Daimlers Anspruch an die S-Klasse von Mercedes-Benz war und ist: Sie soll "das beste Automobil der Welt" sein. Das war auch die Aufgabenstellung von Chefingenieur Jürgen Wessinger bei der neuesten Auflage des Flaggschiffs des Konzerns. Die jüngste S-Klasse ist größer und komfortabler als ihr Vorgängermodell, dabei aber auch schnittiger denn je.
Share
Für den Daimler-Konzern ist der Erfolg des Modells dieses Mal besonders wichtig. Denn das Unternehmen steckt nicht nur wegen der Corona-Pandemie und dem deshalb lahmenden Absatz in der Krise. Unternehmenschef Ola Källenius hatte bereits von seinem Vorgänger Dieter Zetsche so einige Probleme mit auf den Weg bekommen. Die S-Klasse mit ihrer hohen Gewinnmarge soll nun helfen, wieder in die Spur zu kommen.
Share
Im Vergleich vor allem zum aktuellen BMW Siebener hat Designchef Gorden Wagener die neue S-Klasse fast schon dezent gezeichnet. Dabei misst die S-Klasse schon mit dem Standard-Radstand in der Länge satte 5,18 Meter. Und mit langem Radstand kommt sie auf 5,29 Meter.
Share
Dennoch wirkt sie schnittiger denn je. Wagener nahm einige Sicken und Linien aus der Karosserie, und der Designchef ließ beispielsweise die Türgriffe versenken.
Share
Die Maßnahmen machen sich, ebenso wie die Tatsache, dass die neue S-Klasse gegenüber ihrem Vorgängermodell leichter geworden ist, beim Verbrauch bemerkbar. Der liegt bei den Sechszylinder-Benzinern bei 6,6 beziehungsweise 7,8 Litern auf 100 Kilometer.
Share
Neu ist in der S-Klasse auch eine Allradlenkung. Zwar kommt Daimler damit später als bei der Konkurrenz. Dafür kann die Allradlenkung in der S-Klasse auch mehr. So schlagen die Hinterräder um bis zu zehn Winkelgrade ein, was die Agilität spürbar erhöht und den Wendekreis entsprechend schrumpfen lässt.
Share
Im Innenraum setzte Daimler voll auf Digitalisierung und Modernisierung. So sind die Displays gewachsen, die neue Generation des Head-Up-Displays erlaubt größere Projektionen und die Darstellung von Augmented-Reality-Inhalten. Und Blick- und Gestensteuerung machen viele Schalter unnötig.
Share
Zudem gibt es jede Menge Komfort für Fahrer und Passagiere. Beispielsweise können nun auch die Sitze im Fond Massagen geben, es gibt beheizte Nackenkissen, und die serienmäßige Luftfederung des Fahrzeugs lassen die S-Klasse schön dahingleiten. Für die Sicherheit sorgen derweil unter anderem 16 Airbags und die optionale Active Body-Control, die das Fahrzeug vor einem Crash um acht Zentimeter anhebt, um den Aufprall auf die stabile Unterboden-Struktur zu lenken.
Jede neue S-Klasse hat den Anspruch, noch besser zu sein als das ohnehin schon "beste Automobil der Welt". Nun hat Daimler die neueste Auflage des Flaggschiffs präsentiert. (Fotos: Daimler)